
Motto: Bäume brauchen eine Lobby
Von der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft (DDG) hat man schon gehört, aber was macht sie eigentlich genau, wer ist dabei und welche Ziele verfolgt sie? Hier stellt sich die DDG vor – vielleicht haben ja auch Sie Interesse an einer Mitgliedschaft.
von DDG/Redaktion erschienen am 09.04.2025Die DDG vereint die Menschen, denen Kenntnis und Schutz, Pflanzung und Pflege, Erforschung und Nutzung von Bäumen und Sträuchern wichtige Anliegen sind. Private Baumfreunde oder beruflich Baumkundige, Institutionen, GaLaBau, Forst- und Umweltämter, Forst, Baumschulwesen – der Hintergrund unserer Mitglieder ist vielfältig, vereinend ist das Interesse an Bäumen und Gehölzen.
Im Wechsel mit der Gesellschaft Deutsches Arboretum küren wir jährlich einen „Championtree des Jahres“ – passend am Tag des Baumes, dem 24. April. Die Gesamtliste dieser Rekordbäume ist lang, verzeichnet werden die dicksten Exemplare jeder Art oder Sorte. Die Liste kann online eingesehen werden, alle können mitmachen und Bäume melden. Der diesjährige Championtree wird am 27. April in Lindau am Bodensee gewürdigt – eine Säulenform der Stech-Fichte (Picea pungens ‘Columnaris‘).
Mit dem Nationalerbe-Baum startete die DDG im Oktober 2019 ein neues Projekt. Ziel ist es, langlebige Baumarten zu würdigen, also solche, die regelmäßig ein Alter von 400 Jahren erreichen, in einzelnen Exemplaren aber auch wesentlich älter werden können. Solche Baumarten sind: Eibe, Stiel-/Trauben-Eiche, Ginkgo, Ess-Kastanie, Sommer-/Winter-Linde, bisweilen auch Flatter-Ulme und Platane (im Gebirge: Europäische Lärche, Berg-Ahorn, Zirbel-Kiefer). Am 27. April wird in Niedersachsen bei Göttingen eine circa 400 Jahre alte Stiel-Eiche als 45. Nationalerbe-Baum ausgerufen.
Ein reichhaltiges Angebot bieten unsere Regionalgruppen:
- mit der Regionalgruppe Niederrhein können Sie am 27. April die Privatsammlung Zimmermann in Mühlheim (Ruhr) besuchen
- am 4. Mai mit der Regionalgruppe Oberbayern das Arboretum der HSWT in Freising anschauen
- ebenfalls am 4. Mai mit der Regionalgruppe Westfalen in Dortmund den gehölzreichen Privatgarten unseres Mitglieds Manfred Stute besuchen.
Als Mitglied unterstützen Sie die DDG in ihrem Engagement für Bäume:
- Sie erhalten viermal jährlich unsere Ginkgoblätter, die Vereinszeitschrift, in der wir auch über Veranstaltungen berichten und diese ankündigen.
- Die Jahrbücher, die jährlich erscheinenden Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, enthalten wissenschaftliche und praxisbezogene Beiträge aus allen Bereichen der Dendrologie. Sie befassen sich mit der Morphologie und Physiologie, Systematik und Nomenklatur der Gehölze, mit deren Ökologie und Verbreitung, Anzucht und Verwendung oder ihrer Eignung für den Anbau bei unterschiedlichen Standortbedingungen.
- Eine mehrtägige Jahrestagung führt die DDG-Mitglieder zu dendrologisch interessanten Orten in Deutschland oder den Nachbarländern und gibt Gelegenheit, Neues aus der Dendrologie zu erfahren.
- Die Arbeitsgemeinschaft Junge Dendrologen veranstaltet jährlich ein Winterseminar zu speziellen Themen, verbunden mit Fachexkursionen und Übungen zur Bestimmung von Gehölzen.
- Regelmäßige Studienreisen ins Ausland vervollständigen das Jahresprogramm. Sie bieten Gelegenheit, Nationalparks und Wälder mit natürlicher Vegetation ebenso kennenzulernen wie Forsten, Parks und Gärten mit kultivierter Dendroflora.
Fragen beantwortet Stefanie Weigelmeier (Biologin und Mitglied des Rates der DDG) unter stefanie.weigelmeier@dendrophilia.de. Alle DDG-Ansprechpartner finden Sie hier.
- Immengärtner 18.02.2026 00:10Hallo Ihr Lesende, der Artikel zu dem ich einen Kommentar abgebe ist zwar schon etwas älter ,ich hoffe es liest ihn doch noch jemand .Als der Immengärtner bin ich schon über 50 Jahre bei den Dendrologen und habe deshalb als Ehrung das Goldene Gingkoblatt mit Perle erhalten , da bin doch ein bisschen stolz drauf. In der Ausbildung wird einem ja so einiges beigebracht ,aber so richtig lernt Mann /Frau erst im laufe der Jahre dazu und ich kann sagen ein groß Teil meines Gärtner - und auch Imkerwissens habe ich bei und mit den Dendrologen dazu gelernt . Am 1. 4. 2026 komme ich bereits ins 63. Jahr meiner Ausbildung , durch Klimaerwärmung und andere Unbilden zeigen uns die Pflanzen und Insekten, was alles noch möglich ist . Besonders die Pflanzen mit Migrationshintergrund können uns noch einiges lehren .obwohl gerade diese Pflanzengruppen von den sogenannten "Naturschützern" ständig schlecht geredet werden, dabei kennen diese Spezies noch nicht einmal unsere wenigen heimischen (arischen ) Gehölze von denen es nur gut 80 Artengruppen gibt die für Nektarinsekten interessant sind ,der Rest braucht für sein Liebesleben nur den Wind . Gelegentlich stehlen Bienenartige schon mal dieses "trockene Pollen- Brot " bevor ihre Brut verhungert ,eine optimale Versorgung ist der Windblütler Pollen leider nicht. Ich würde mich sehr freuen einige Leser bei der Sommertagung der DDG zu treffen . Bernhard der Immengärtner aus BennigsenAntworten


