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Wettbewerb Tilia Awards ausgeschrieben

Lösungen mit Pflanzen gesucht

Pflanzen bieten Lösungen für Klimawandelanpassung und viele andere Herausforderungen. Die Tilia Awards zeichnen solche Ansätze aus. Der neue Pflanzenpreis fördert Partnerschaften über Branchengrenzen hinweg. Innovative Pflanzenprojekte können noch bis zum 31. Januar eingereicht werden.

von Urban Utopia/Redaktion Quelle URBAN UTOPIA erschienen am 15.01.2026
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Eine von bislang mehr als 80 Einreichungen für die Tilia Awards: ecotrii aus Stuttgart ist ein neuartiger Klimaschirm für Städte. Sie spenden dort Schatten, wo keine Bäume gepflanzt werden können.
Eine von bislang mehr als 80 Einreichungen für die Tilia Awards: ecotrii aus Stuttgart ist ein neuartiger Klimaschirm für Städte. Sie spenden dort Schatten, wo keine Bäume gepflanzt werden können. © Dominique Brewing

„Im vergangenen Sommer haben wir zum ersten Mal zur Urban Utopia Conference eingeladen. Das ist ein disziplinübergreifendes Treffen für die Pflanzenwirtschaft und alle, die sich professionell mit dem Einsatz von Pflanzen beschäftigen“, erklärt Paul Baumann, Gründer von Urban Utopia. „Unter den mehr als 300 Expertinnen und Experten der Konferenz herrschte schnell Einigkeit: Es gibt unzählige Ideen, die drängende gesellschaftliche Probleme mit Pflanzen lösen – oft viel einfacher als man denkt. Was fehlt: Der Austausch über Fachgebiete hinweg und Aufmerksamkeit für die nachahmenswerten Projekte, die es bereits in riesiger Menge gibt.“

Die Linde gibt dem Wettbewerb seinen Namen

Das war der Startschuss für die Tilia Awards – benannt nach dem botanischen Namen der Linde – ein Baum, der seit Jahrhunderten als Sinnbild für Gemeinschaft, Gerechtigkeit und Frieden gilt. Mit dem Preis werden Menschen und Projekte ausgezeichnet, die mit Pflanzen neue Wege für eine zukunftsfähige Welt aufzeigen. Mehr als 80 Einreichungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben die Organisatoren von Urban Utopia bereits erreicht – vom „wurzellosen Baum“, der an schwierigen versiegelten Stadtflächen aufgestellt werden kann, über großflächige vertikale Begrünungssysteme, die auf kleinem Raum funktionieren bis zu Gartenprojekten, die an Demenz erkrankten Menschen helfen. Bis zum 31. Januar können weitere Projekte beim Wettbewerb eingereicht werden unter www.tilia-awards.com.

Die Bandbreite der Pflanzen-Projekte ist dabei ganz gewusst breit gewählt. „Schließlich geht es besonders darum, Menschen aus möglichst vielen Bereichen zu vernetzen“, sagt Paul Baumann. Fünf Disziplinen mit verschiedenen Unterkategorien zeigen dabei auf, wie vielfältig Pflanzen das Leben und Zusammenleben von Menschen verbessern können – von grünen Lösungen in der Stadtarchitektur, in Gärten, Wohnungen und Häusern über neue Produkte und digitale Ideen wie Pflanzen-Apps sowie neuen Ansätzen in der Forschung und nachhaltige Konzepte bei Garten- und Landschaftsbauern, Baumschulen oder Gärtnereien bis hin zu sozialen Projekten, die mit Pflanzen das gemeinschaftliche Zusammenleben verbessern und medialen Formaten, die Wissen über Pflanzen auf ungewöhnliche Weise vermitteln.

Renommierte Jury kürt die Preisträger

Die Preisverleihung findet am 20. März in Berlin statt. Beim sogenannten Pitch Day stellen alle Projektteams ihre Ideen vor Publikum vor, die zuvor von den Jurorinnen und Juroren nominiert wurden. Die Jury setzt sich aus 24 Fachpersonen zusammen, darunter Wissenschaftlerinnen und Architekten, Künstler und Journalistinnen sowie Gärtner und Landschaftsarchitektinnen. Mitglieder der Jury sind unter anderem Dr. Jennifer Schulz, Expertin für urbane Waldgärten, Dr. Grit Bürgow, Gründerin von Roof Water-Farm, Wissenschaftspublizist Bernhard Kegel, Künstler Friedrich Liechtenstein oder TV-Gartenjournalistin Sabine Platz. Architekturpublizist Prof. Dr. Alexander Gutzmer vertritt als Professor die Quadriga Hochschule Berlin in der Jury, die wissenschaftlicher Kompetenzpartner der Tilia Awards ist. Entsprechend findet die Preisverleihung am Campus der Quadriga Hochschule in Berlin statt.

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