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Bilanz der Berliner Stadtreinigung (BSR)

Streustoff Splitt verursacht hohen Aufwand

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) hat mit ihrer Bilanz belegt, dass Splitt als Winterstreustoff für eine größere Stadt ökologisch und ökonomisch nicht das erste Mittel der Wahl ist. Über 9.500 t Splitt wurden in Berlin mühsam wieder aufgenommen.

von BSR/Redaktion Quelle BSR erschienen am 07.04.2026
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Mitarbeiter reinigen einen Gehweg von Splitt aus dem Winter.
Mitarbeiter reinigen einen Gehweg von Splitt aus dem Winter. © BSR

Insgesamt haben BSR-Einsatzkräfte in diesem Jahr bislang rund 9.540 t Splitt aus dem öffentlichen Straßenland entfernt – das ist die 40-fache Menge des Vorjahres (2025: rund 240 t). Das entspricht der Ladung von über 850 Müllfahrzeugen. „Angesichts der außergewöhnlich großen Splittmengen gestalten sich die Reinigungsarbeiten wesentlich herausfordernder als in den vergangenen Jahren“, sagte BSR-Chef Axel Koller. Denn im Splitt sind auch Müll-, Silvester- und Laubreste. Bislang wurden rund 9.300 t Splitt sortenrein erfasst. Für die Arbeiten brauchte es rund 2.300 Einsatzkräfte, zusätzlich Freiwillige aus anderen BSR-Bereichen sowie Fremdfirmen. Die Kosten wurden nicht genannt.

Winterdienstexperten rechnen vor, dass das (nach Wetterdienstvorhersage) vorbeugende Streuen von Sole oder Feuchtsalz deutlich weniger Salz verbraucht (bis zu 70 %) als das Ausbringen von Salz bei schon bestehender Glätte. Betrachtet man bei Splitt die abstumpfende Wirkung im Verhältnis zur Einsatzmenge bzw. -masse (200 g/m2) sowie die gesamte Verarbeitungskette von Erzeugung bis Entsorgung, liegt Splitt in der Umweltbilanz hinten – das hat auch das Umweltbundesamt bestätigt. Schon zum Brechen des Steins wird tonnenweise Diesel verbrannt, weiterhin bei Transport und Wiederaufnahme, zumal Splitt deutlich schwerer ist als Salz. In den Diskussionen über die Umweltfreundlichkeit von Streustoffen wird dies kaum berücksichtigt.

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