
Umwelttechnologien für die tägliche Praxis
Straßen- und Winterdienst, Abfall- und Kreislaufwirtschaft, Wasser und Reycling – das sind die Themen der alle zwei Jahre stattfindenden Weltleitmesse IFAT in München. Sie öffnet vom 4. bis 7. Mai die Tore von Hallen und Freigelände und bietet ein reiches Veranstaltungsprogramm.
von IFAT/Redaktion Quelle IFAT erschienen am 09.03.2026Die IFAT präsentiert Umwelttechnologien als zentralen Hebel für Klimaschutz, Ressourcensicherheit und resiliente Infrastrukturen. Egal ob Global Player oder mittelständisches Unternehmen, Großstadt oder kleine Gemeinde, kommunale oder industrielle Anwender: Die IFAT will einen klaren Fokus auf die realen Bedürfnisse setzen – sowohl im Ausstellungsbereich als auch im Veranstaltungsprogramm. Praxistauglichkeit ist entscheidend – deshalb ist die IFAT eine Messe zum Anfassen und Ausprobieren. Hier lassen sich Exponate live und in Anwendung erleben – in den „Spotlight Areas“, Live-Demos und auf den geführten Lösungstouren („Solution Tours“).
Bundesumweltminister Carsten Schneider, EU-Kommissarin Jessika Roswall sowie Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber haben ihren Besuch auf dem Messegelände in München angekündigt. Sie eröffnen die IFAT Munich 2026 zusammen mit der Geschäftsführung der Messe München am 4. Mai um 10 Uhr auf der Blue Stage.
Vorträge und Podien
Das Veranstaltungsprogramm findet auf verschiedenen Bühnen statt – die Farben bedeuten verschiedene Fachgebiete:
- Die Orange Stage beleuchtet Kreislaufwirtschaft, Stoffstrommanagement sowie Kommunaltechnik und Abfallwirtschaft.
- Auf der Blue Stage stehen klimaangepasstes Wassermanagement und energieeffiziente Kläranlagen im Fokus.
- Die Green Stage ist zentraler Punkt für Aussteller, Startups und Cross-Industry Sessions.
- Die Spotlight Areas fokussieren einzelne Aspekte, zum Beispiel Textilrecycling, Wasserstoff in der Kreislaufwirtschaft oder die Digitalisierung der Wasserwirtschaft.
Für Flächenmanager sind zum Beispiel interessant:
- 4. Mai: „Wird künstliche Intelligenz die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung revolutionieren?“ (Orange Stage, 16.30 bis 17.20 Uhr)
- 4. Mai: „Städte jetzt wasserbewusst (um)bauen – Resilienz und Anpassung an den Klimawandel“. Hier geht es um dezentrale Regenwasserbewirtschaftung, Entsiegelung und Begrünung sowie um einen effizienten, sparsamen Umgang mit Wasser. (Blue Stage, 16.30 bis 17.20 Uhr)
- 7. Mai: „Wasserbewusste Stadtentwicklung – Lebensqualität durch integrale Planung“ (Blue Stage, 13.30 bis 14.20 Uhr)
Lösungstouren
Eine Solution Tour funktioniert so: Ein Branchenexperte startet mit einem kurzen Impulsvortrag und führt im Anschluss eine Besuchergruppe zu vier bis fünf ausgewählten Ausstellern, die neue Impulse und konkrete Lösungen zu spezifischen Fragestellungen bieten. Solche Touren werden zu acht Themen angeboten. Für Flächenmanager besonders relevant: „Drive Systems of tomorrow – alternative Antriebe in der Praxis, autonome und teilautomatisierte Systeme, Systemintegration & Kooperation“. Toursprache ist Englisch (Kopfhörer mitbringen). Rechtzeitige Anmeldung wird empfohlen.
Ausstellungsgelände und Demos
Das Angebot ist so vielfältig, weil mehrere Bereiche oder Branchen bedient werden. Für den Straßen- und Winterdienst sowie die Abfallwirtschaft sind die Hallen C5 und C6, B4 bis B6 sowie die angrenzende Freifläche mit Demo-Show relevant.
Die Truck in Action Show (vom Verband der Arbeitsgeräte- und Kommunalfahrzeug-Industrie VAK) bietet einen Einblick in die Welt der Kommunalfahrzeuge und -geräte, die neuesten Entwicklungen aus den Bereichen Straßenbetriebsdienst, Straßenreinigung und Entsorgung live im Einsatz: elektrifizierte und wasserstoffbetriebene Fahrzeuge, digitale Steuerungssysteme, intelligente Dosiertechnik für Feuchtsalz und Sole, innovative Sicherheitslösungen sowie recycelbare Materialien im Fahrzeugbau. Neben den täglichen Vorführungen laden Podiumsdiskussionen und Fachgespräche direkt an der Truck-in-Action-Fläche zum Austausch mit Experten aus Industrie, Kommunen und Forschung ein. Hier wird auch der VAK-Innovationspreis verliehen.
Tag der resilienten Kommunen
Unter dem Titel „Tag der resilienten Kommunen“ adressiert die IFAT Munich am 7. Mai gezielt die Herausforderungen von Städten und Gemeinden. In Kooperation mit dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW), der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft (DWA) und dem Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) bietet das Programm Vorträge, Expertenrunden und geführte Touren. Ziel ist es, Entscheidungsträgern aus dem kommunalen Bereich praxisnahe Impulse und konkrete Lösungsansätze an die Hand zu geben.
Im Rahmen dessen veranstaltet der VDMA (Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau) am 7. Mai von 9.40 bis 10.35 Uhr auf dem Demo-Show-Gelände den Praxistag zu Aufbereitungstechnik für Altholz sowie für Park- und Gartenabfälle.
In diesem Jahr feiert die IFAT 60-jähriges Bestehen. Die Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft läuft ab nun unter dem Titel „IFAT Munich: Solutions for Water, Recycling and Circularity“. Damit unterstreicht die Messe ihren internationalen Anspruch und Charakter. Nach umfangreicher Auswertung sowie in Abstimmung mit Unternehmen und Verbänden hat die Messe München beschlossen, die Laufzeit von fünf auf vier Tage zu verkürzen. „So gewinnt die IFAT Munich weiter an Effizienz“, sagt Messe-Geschäftsführer Stefan Rummel. „Gleichzeitig schonen wir damit die Ressourcen unserer Austeller und Besucher.
Die Messe ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Es empfiehlt sich, mit ÖPNV anzureisen, denn das Verkehrsaufkommen und die Parkgebühren sind hoch (15 beziehungsweise 21 € pro Tag). Auch ist der Online-Ticketkauf ratsam. Das Print@home-Ticket berechtigt zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zu und von der Messe München (MVV-Ticket für die Zonen M-6) am angegebenen Besuchstag. Alles zur Messe finden Sie unter ifat.de.













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