
Säge täglich reinigen
Ekkehard Musche ist Gärtner, hat ein technisches Studium und ist Motorist mit eigener Werkstatt. Seit vielen Jahren ist er Fachautor für gärtnerische Pflegetechnik und testet mit Kollegen Maschinen und Geräte. Er hat uns Fragen zum Thema Akkutechnik und Kettensägen beantwortet.
von Redaktion erschienen am 05.02.2026In welchen Bereichen der Baumpflegegeräte kann Akkutechnik die Verbrennertechnik schon ersetzen?
Ekkehard Musche: Akkuhandscheren, -hochentaster und -kettensägen sind äquivalent zu Benzinern mit bis zu 60 cm3. Und auch schon Häcksler, die bis 15 cm Astdurchmesser schaffen, können professionell als abgaslose Variante zum Einsatz kommen.
Welche Kriterien sind beim Kauf von Akkutechnik/einer Akkukettensäge zu berücksichtigen?
Ekkehard Musche: Für den professionellen Einsatz ist mindestens eine Spannung von 36 V notwendig. Das ist die unterste Grenze. Am besten funktionieren die Maschinen im Bereich über 50 V, denn damit steht der Maschine auch das notwendige Drehmoment zur Verfügung.
Auf welche Motor- und Akkumerkmale muss ich achten?
Ekkehard Musche: Spannung ist nicht alles. Denn wie lange die Maschine mit einer Akkuladung durchhält, hängt von der Wattstundenzahl ab und wie gut Motor und Batteriespeicher vor Überhitzung geschützt sind. Also besser Geräte mit frei liegendem Akku wählen als solche, die in einem geschlossenen Schacht stecken.
Wo bekomme ich Kettensägen, die diese Kriterien erfüllen? Sicher nicht im Baumarkt?
Ekkehard Musche: Der serviceorientierte Fachhandel ist hierbei der beste Ansprechpartner. Beste Beratung, Testmaschinen und schnelle Hilfe im Schadensfall sind die Pluspunkte. Die QMF-zertifizierten Fachhändler (Qualifizierter Motorgeräte Fachhandel) sind für professionelle Baumpfleger besonders prädestiniert.
Was kann ich als Baumpfleger selbst an der Kettensäge machen, wann muss ich zum Servicefachmann?
Ekkehard Musche: Die Pflege und Wartung, also das Reinigen der Ansaugsiebe, des Kettenantriebbereichs und der Schneidgarnitur sollten unbedingt täglich erfolgen. Von Vorteil ist es, selbst die Ketten per Feile schärfen und das Schwert entgraten zu können. Außerdem schadet es nie, ein technisches Verständnis für die eingesetzten Maschinen zu entwickeln, um größere Schäden zu vermeiden. Denn diese kündigen sich immer durch abnormale Geräusche oder Vibrationen an.










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